Upcycling Windlichter basteln

Winterzeit ist Kerzenzeit. Während es draußen immer früher dunkel wird, können wir uns drinnen die Zeit mit der Familie mit tollen Spielsachen und Kerzenschein versüßen. Am schönsten leuchten unsere Teelichter in unseren selbstgebastestelten Windlichtern. Dabei handelt es sich um nachhaltiges Upcycling aus Lebensmittelgläsern.

Das benötigst Du:
* Alte Gläser z.B. von Kokosöl Oder Essiggurken
* Tranzparenzpapier, verschiedene Farben
* Kleister*
* Pinsel
* evtl. Klebeband* zum verzieren

So geht’s:
Zunächst wird der Kleister angerührt und muss eine halbe Stunde ruhen. Dabei reißt oder schneidest Du das Transparenzpapier in kleine Stücke und legst sie bereit. Dann bepinselst du die Gläser mit der ersten Schicht Kleister. Ich drehe sie hierfür zunächst auf den Kopf


Dann pinsle ich die Tranzparenzpapierstücke von oben nach unten mit einer weiteren Schicht Kleister Schicht. Achte dabei darauf, dass die Stücke überlappen. Ich beginne gerne mit hellen Tönen, um dann mit dunkleren Farben Akzente zu setzen. Du kannst es aber auch anders halten. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. 

Über dem ehemaligen Schraubverschluss muss sehr sorgsam gearbeitet werden. 

Die Gläser müssen jetzt etwa einen halben Tag trocknen. Danach bringen sie warmes Licht in Dein Wohnzimmer.

Du kannst deine Windlichter anschließend noch mit Washi Tape* verzieren. 

Nachhaltige Geschenkideen für Kleinkinder

Weihnachten steht vor der Tür und Alle Welt überlegt, womit sie ihre Liebsten an Weihnachten beglücke könnten. Insbesondere die Kleinsten stehen dabei im Mittelpunkt und freuen sich meist schon das ganze Jahr auf das Fest. Ich möchte an dieser Stelle ein paar Tipps sowie nachhaltige Geschenkideen für Kleinkinder mit dir teilen. Viel Freude beim Lesen und Verschenken!

Tipps für ein gelungenes Weihnachtsfest

  1. Weniger ist mehr: Ich finde es beklemmend, wie sehr schon kleine Kinder mit einer Flut an Geschenken an Weihnachten ‚beglückt‘ werden. Hier dürfen wir uns trauen minimalistisch zu sein und den Kindern weniger zu schenken als allgemein üblich ist.
  2. Qualität vor Quantität: Dieser Tipp korreliert mit dem ersten: Anstatt unseren Kindern möglichst viel zu schenken, sollten wir ihnen Dinge von echter Qualität schenken. Dabei gilt es darauf zu achten, womit das Kind wohl auch in einem halben Jahr noch spielt und das Geschenk nicht nach wenigen Wochen in der Versenkung des Kinderzimmers landet.
  3. Absprachen treffen: Sprich Dich mit Verwandten und Freunden ab. Die Großeltern meinen es oft etwas zu gut mit den Kindern und warten mit ganz besonderen Geschenkideen auf. Sage der Familie, was wirklich gebraucht wird oder schenkt vielleicht sogar etwas zusammen.
  4. Auf Nachhaltigkeit setzen: Wir sind dafür mitverantwortlich, welches Konsumverhalten unsere Kinder ein mal an den Tag legen werden. Vermitteln wir ihnen doch, dass ein bewusster, ressourcensparender Konsum etwas völlig Selbstverständliches ist. Es muss nicht immer Plastik sein.
  5. Gebraucht kaufen: Wenn es dennoch unbedingt die Duplo-Steine sein sollen, können wir schauen, dass wir diese gebraucht finden. Regelmäßige Flohmarkt-Besuche können auch zum Ritual für die ganze Familie werden.

Nachhaltige Geschenkideen

  1. Tegusind magnetische Holzbausteine, aus denen sich vielfältige Bauwerke und Kunstwerke zusammensetzen lassen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Es eignet sich ab 2 Jahren.
  2. Mokulock*  sind Bausteine die baugleich sind wie Lego und sogar kompatibel damit. Es handelt sich um ein echtes Naturprodukt. Die Japanischen Bausteine werden aus edlen Hölzern wie Kirsche, Hainbuche oder Magnolie gefertigt und ergeben dadurch farblich unterschiedliche Nuancen.
  3. Grimms Regenbogen*  ist der Klassiker unter den Holzspielzeugen und gehört damit in jedes Kinderzimmer. Mit ihm sind tausende verschiedene Spielarten möglich und er ist dazu noch ein echter Hingucker und eignet sich somit auch als Deko-Stück. Er eignet sich schon für Babys und bereitet selbst Schulkindern noch große Freude und ist somit in jedem Fall eine lohnende Investition. Er lässt sich mit etlichen Add-ons* erweitern, sodass es niemals langweilig wird.
  4. Mit dem Fagus Radlader* kommen Baustellenfreunde auf ihre Kosten. Er ergänzt sich super mit dem dazugehörigen Kipplaster*. Meine Tochter schaufelt und baggert mit diesen Fahrzeugen quasi täglich. Sie eignen sich ab 1,5 Jahren. Durch die vielfältigen Möglichkeiten  Arm und Schaufel mittels Rädchen zu verstellen haben aber auch noch 5-Jährige ihren Spaß damit. Selbstverständlich gibt es auch einen entsprechenden Kran*.
  5. Der Learning Tower* bietet dem Kind die Möglichkeit, sicher und eigenständig größere Höhen zu erreichen. So kann es beispielsweise problemlos an der Ablage arbeiten und beim Essen machen helfen.lernturm
  6. Die Brio Holzeisenbahn* ist immer noch der Klassiker unter den Schienensystemen und in jeder nachhaltigen Spielzeugkiste ein Muss. Es gibt eine breite Auswahl an  Fahrzeugen* und die Brio-Welt lässt sich mittlerweile beliebig erweitern*.brio2
  7. Ostheimer Figuren* sind wunderschöne, handgefertigte Holzfiguren. Es gibt eine große Ausführung an verschiedenen Tieren* und auch menschlichen Gestalten wie der heiligen Familie* und passend zu Weihnachten die dazugehörige Krippe*.
  8. Das Pikler-Dreieck* mit Rutsche ist der Klassiker des Krippenmaterials nach Emmi Pikler und eignet sich bestens zum Klettern im eigenen Wohnzimmer und ersetzt damit im Winter den Spielplatz. Ich habe diesem multifunktionalen Kletter- und Spielgerät einen eigenen Artikel gewidmet.
  9. Das Laufrad* macht die Zeit zwischen 2 und 4 Jahren erst so richtig aufregend. Auch die Eltern sind froh, wenn es endlich wieder etwas schneller voran geht.
  10. Der Kaufmanns-Laden* ist der Klassiker unter den Kinderspielzeugen und steht früher oder später auf der Wunschliste eines jeden Kindes. Neben dem klassichen Tante-Emma Lädchen ist dieser Marktstand* gerade im Angebot und damit eine echte Alternative für Sparfüchse.laden2

Das Pikler-Dreieck

 

Hallo und schön, Dich heute hier begrüßen zu dürfen. Ich möchte heute meine Erfahrungen zu meinem absoluten Lieblings-Spielzeug mit Dir teilen: Dem Pikler-Dreieck*. Warum ich es so toll finde und für wen ich es empfehlen kann, erfährst Du im Beitrag.

 

Pikler – der Ansatz

Zunächst ein mal möchte ich aber kurz erklären, was sich hinter dem Namen Pikler überhaupt für eine Idee verbirgt. Emmi Pikler war eine Kinderärztin, die schon während ihrer Ausblidung zur ganzheitlichen Gesundheit und Entwicklung von Kindern geforscht hat und diese Einsichten in ihrer Zeit als Leitung einer Waiseneinrichtung für Kleinkinder vertieft hat. Dabei hat sie unter anderem herausgefunden, dass der wohl entscheidendste Punkt für die kindliche Entwicklung eine altersangemessene und anregende Umgebung ist.

 

Die optimale Umgebung nach Pikler

Diese Umgebung sollte für das Kind fordernd, aber nicht überfordernd sein. Demnach sollte diese Umgebung für unsere heutige Zeit vergleichsweise reizarm und aufs Wesentliche konzentriert sein. Gleichzeitig sollte sie dem Kind die Möglichkeit geben, selbstständig und eigeninitiativ neue Lernerfahrungen zu machen.

Dabei entspricht es nach Pikler der Rolle der Eltern, den Raum für dieses eigenständige Erfahren zu bieten und Lernerfahrungen nicht etwa anzuleiten oder vorzugeben. Insbesondere sei es für die Bewegungsentwicklung und das Selbstbewusstsein des Kindes essentiell, dass das Kind nicht dahingehend von den Eltern unterstützt wird, indem es beim Aufrichten oder Laufen gestützt oder gar gezogen wird. Gleiches gilt eben auch für das Erkunden von Spiel- und Klettergeräten.

 

Krippenmaterial nach Pikler

Die Spielgeräte nach Pikler sollten demnach so beschaffen sein, dass das Kind hier sicher und ohne Hilfe verschiedene Lernerfahrungen machen kann. Diese Lernerfahrungen sind höchst individuell und die Art der Erfahrung wird von dem Kind selbst festgelegt. Daher sollte das Materail möglichst vielseitig einsetzbar sein und keine bestimmte Spielart oder Nutzung vorgeben. So ist das Kind in seiner Kreativität gefordert und erlebt das höchste Maß an Selbstwirksamkeit.

 

Das Pikler-Dreieck

Bei dem Pikler-Dreieck* handelt es sich um den Klassiker unter den Spielgeräten nach Emmi Pikler. Das bewährte Dreieck samt Hühnerleiter findet sich in zahlreichen Betreuungseinrichtungen, Bewegungsräumen und Kinderzimmern wieder. Aufgrund seiner vielseitigen Einsatzmöglichkeiten erfreut es sich bei Eltern und Kindern gleichermaßen großer Beliebtheit. Da es selbst von Schulkindern noch gerne genutzt wird, aber auch schon Baby erste Höhenerfahrungen sammeln können hat es einen besonders langen Nutzungszeitraum und ist damit in jedem Fall eine lohnende Investition.

 

Nutzungsmöglichkeiten

Das Pikler-Dreieck* eignet sich nämlich, sobald das Baby mobil wird. Auf der Hühnerleiter, die als schiefe Ebene umfunktioniert werden kann, macht das Baby erste Erfahrungen im aufwärts robben oder krabbeln. Gleichgewicht und Kraft werden gleich ganz anderes beansprucht als auf dem Boden. Auch für das erste Hochziehen, bietet das Dreieck durch seine Standfestigkeit die perfekte Stütze. Später werden dann erste Kletterversuche unternommen: Das Kind kann entweder die Sprossen oder die Hühnerleiter erklimmen. Schon mit etwa 13 Monaten konnte meine Tochter dann völlig selbstständig auf dem Bauch die Rutsche runter rutschen und hatte einen Riesen Spaß dabei. Ein ganzer Spielplatz in einem Gerät. Gerade im Winter ist das Pikler-Dreieck einfach unschlagbar.

Ältere Kinder können das Dreieck* dann in ein Pferd, ein Motorrad oder eine Höhle umfunktionieren und sich durch Rollenspiele kreativ ausdrücken. Allerhand Objekte wie Autos, Bauklötze und Puppen können die Rampe (oder wahlweise auch Hühnerleiter nutzen, um die Kräfte der Schwerkraft auf verschiedenen schiefen Ebenen zu erproben.
Das Dreieck lässt sich außerdem durch weitere Elemente* beliebig erweitern. Auf diese Weise lassen sich das ganze Kinderzimmer in ein Kletterparadies umgestalten.

 

Die Vorteile auf einen Blick

  • Durch die besondere Stabilität ein sicheres Klettererlebnis
  • Vielseitig einsetzbar
  • Langer Nutzungszeitraum
  • Optimal für die Bewegungsentwicklung
  • Fördert Gleichgewicht und Körpergefühl
  • Lässt sich platzsparend verstauen (klappbare Version)
  • Ersetzt im Winter den Spielplatz
  • Fördert die Kreativität

 

Meine Erfahrungen

Wir haben uns das Pikler-Dreieck samt Rutsche* zugelegt als meine Tochter 11 Monate war und es ziert seitdem in seinen verschiedenen Varianten dauerhaft unser Spielzimmer, da es nahezu täglich genutzt wird. Ich kann das Dreieck aber durchaus auch schon für jüngere Kinder empfehlen, da es sich gerade für erste Krabbelerfahrungen auf der Ebene und zum sicheren Hochziehen eignet.

Auch würde ich vom Kauf der kleineren Variante abraten, da sich diese zum einen nicht platzsparend zusammenklappen lässt und sich zum anderen mit zunehmendem Alter des Kindes abnutzt, weil die Rutsche dann vergleichsweise klein ist und die Kinder nicht unter dem Dreieck durch krabbeln können. Zwar bedeutet ein größeres Dreieck auch eine erhöhte Verletzungsgefahr. Es sollte aber ohnehin bei kleineren Kindern immer ein Erwachsener das Spiel begleiten und der Boden mit geeigneten Turnmatten* ausgestattet werden.

Ich muss sagen, dass ich wirklich sehr zufrieden mit der Anschaffung bin und diese jederzeit wieder tätigen würde. Meine Tochter nutzt die erweiterten Spiel- und Klettermöglichkeiten beinahe täglich, sodass sich die Anschaffungskosten schnell rentiert haben. Selbstverständlich ist der Preis für ein ‚Kinderspielzeug‘ eine Hausnummer. Man sollte jedoch bedenken, dass man hier für die hochwertige Qualität und letztlich für die Sicherheit seines Kindes bezahlt. Auch versuche ich tendenziell weniger und dafür qualitativ hochwertiges Spielzeug bereitzustellen. Kinder brauchen nicht Regale voll verschiedener Dinge aus Plastik, sondern eine reizarme Umgebung, die ihre Kreativität fordert.

 

Das perfekte Geschenk

Aufgrund seine Beschaffenheit ist das Pikler-Dreieck meiner Meinung nach das perfekte Geschenk zum 1. oder 2. Geburtstag oder zu Weihnachten. Auch hier gilt wieder Qualität geht vor Quantität. Anstatt, dass das Kind schon in den Ersten Jahren ein Sammelsurium an Spielsachen anhäuft, kann die zugeneigte Verwandtschaft gebeten werden, sich an einer sinnvollen größeren Anschaffung für das Kind zu beteiligen, an der es auch noch in vielen Jahren Freude haben wird. Das ist nebenbei bemerkt auch eine fantastische Gelegenheit für Minimalismus unter dem Weihnachtsbaum.